Allemagne: Les riches ne veulent pas tous donner/Deutschland: Die Reichen wollen nicht alles geben

Publié le par revivall

Comme en France, quatre millionnaires allemands viennent d’exprimer leur volonté de payer plus d'impôts pour pallier le déficit public. Une centaine de célébrités et de riches citoyens allemands ont été contacté par le journal pour leur poser la question suivante: «Accepteriez-vous une charge fiscale accrue si jamais celle-ci servait à faire diminuer l’endettement public?»

 

Voici quelques réponses:

«Kurt Bock, PDG de Konzern BASF, dont le salaire annuel s’élève à 3,8 millions d’euros, ne souhaite pas être contacté pour ce sujet.

Peter Löscher, PDG de Siemens, au salaire annuel de 8,9 millions d’euros, ne souhaite pas s’exprimer, dans un délai si court, sur un thème aussi fondamental.

Günther Jauch, présentateur de télévision, au salaire annuel estimé à 10,5 millions d’euros, n’est pas disponible.»

Mais quatre personnes jointes par l’hebdomadaire ont répondu présentes. Ancien assureur, Jürgen Hunke s’est exprimé en faveur d’«une augmentation des droits de succession». Le milliardaire Michael Otto a plaidé pour une «élévation du plafond du bouclier fiscal». Gerhard Sturm, le plus gros fabriquant mondial de ventilateurs, a déclaré: «Si cela fait sens, je veux dire, si cela fait avancer notre société, je suis alors tout à fait disposé à ce que mon taux d’imposition soit temporairement élevé.» Enfin, le rocker Marius Müller-Westernhagen a affirmé par mail que «ce ne sont pas quelques points de pourcentage supplémentaires qui vont appauvrir les grands privilégiés».

 

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Reichtum verpflichtet

Der Staat hat sich verausgabt. Jetzt müssen die Wohlhabenden mehr abgeben.

Auf der Ausstellung "Techno Luxury" in Berlin

Auf der Ausstellung "Techno Luxury" in Berlin

Holger Meyer ist an diesem Tag wieder unterwegs, um Geld in Erde zu verwandeln. Es ist ein warmer Augustmorgen, Meyer hat sein Karohemd aufgeknöpft, ein paar weiße Brusthaare schauen hervor. Er steigt aus seinem Gelände-BMW und greift in den Acker. Meyer fühlt die Krume, lobt den Kiesanteil. 16 Hektar in der Kölner Bucht. Deutschlands bester Boden, sagt Meyer. Es wird nicht lange dauern, bis das Geld kommt.

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Holger Meyer, 56, ist ein ungewöhnlicher Immobilienmakler. Altbauwohnungen in bester Lage interessieren ihn nicht. Meyer verkauft Äcker, Wälder, Blumenwiesen, seit 15 Jahren schon. Er mag die Natur, den Geruch der Felder, das war immer so. Neu sind die Kunden, die Meyer jetzt hat.

Früher waren es Bauern, die zu ihm kamen. Jetzt sind es Manager, Unternehmer, reiche Erben. Sie bringen Geld mit, das vorher vielleicht eine Aktie war, ein Optionsschein, eine Griechenland-Anleihe. Geld, das Rendite sucht und eine sichere Anlage.

Wer gute Gewinne macht, sollte auch entsprechend Steuern zahlen. Ich hätte kein Problem, wenn der Spitzensteuersatz angehoben würde. Das bringt mehr, als die lange geführte Diskussion um eine Vermögensteuer wieder aufzuwärmen

Michael Otto, Versandmilliardär

Ackerboden gilt unter Wohlhabenden als gute Investition in diesen Tagen. Genau wie Gold, Diamanten, Oldtimer, Antiquitäten. Bei Auktionen erzielen türkische Maler Rekordpreise. Irgendwo muss das Geld ja hin.

Drei Jahre nach der Pleite der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers sind die Deutschen so reich wie nie zuvor. Sie besitzen Wertpapiere, Bankkonten, Häuser, Kunstsammlungen, insgesamt 7,4 Billionen Euro. Nur in Amerika und Japan gibt es geschätzt mehr Millionäre als in der Bundesrepublik.

Man könnte das als gute Nachricht sehen. Als Beleg dafür, dass die staatlichen Bankenrettungen und Konjunkturprogramme der Wirtschaft geholfen haben. Man könnte glauben, all die Milliarden, die sich in der Krise in Luft auflösten, sie seien wieder da.

In Wahrheit fehlen sie jetzt anderswo. In den Rathäusern und Ministerien der Republik, überall dort, wo Beamte die Schulden des Staates zählen. Die Finanzkrise hat sie um 20 Prozent nach oben getrieben. Der stärkste Anstieg seit dem Zweiten Weltkrieg.

 

Das gilt nicht nur für Deutschland. Auch in Großbritannien, Frankreich, den USA, in fast allen Industrieländern hat der Staat der Wirtschaft mit viel Geld geholfen. Hat Aktienpakete und Firmenvermögen vor dem Verdampfen bewahrt. Überall hat er jetzt Schulden auf Rekordniveau. Weshalb sich überall dieselbe Frage stellt.

Wer soll das bezahlen?

Wir, die Reichen, schrieb in Amerika der Multimilliardär und Finanzunternehmer Warren Buffett kürzlich in einem Beitrag in der New York Times . Wir, riefen in Frankreich 16 Manager und Unternehmenslenker vergangene Woche in einem öffentlichen Appell und fügten an: »Besteuert uns!« Wir, sagte in Italien Luca Montezemulo, Chef des Sportwagenherstellers Ferrari.

 

In den vergangenen Tagen hat die ZEIT rund hundert prominente, wohlhabende Bundesbürger kontaktiert. Unternehmer, Manager von Dax-Konzernen, reiche Erben, Schauspieler, Musiker, Präsidenten von Fußballvereinen. Menschen, die Millionen besitzen, manchmal Milliarden.

Alle bekamen dieselbe Frage gestellt: Würden Sie eine höhere Steuerbelastung akzeptieren, wenn sie dazu diente, die Staatsverschuldung zu senken?

Martin Winterkorn, Vorstandschef des Autokonzerns Volkswagen, Jahresgehalt 9,3 Millionen Euro, lässt ausrichten, er äußere sich nicht zu diesem Thema.

Dieter Bohlen, Musikproduzent und TV-Juror, geschätztes Vermögen 120 Millionen Euro, hat keine Zeit.

Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, Jahresgehalt 617.000 Euro, will keine Stellung nehmen.

 

Source: zeit.de

 

Voir aussi:

 

Usa: projet d'augmentation d'impôts sur0,1% des riches contribuables américains/proposed tax…

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